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Mit dem Mountain Bike quer durch Südwest-Afrika

8. November 2017

…eine außergewöhnlich erlebnisreiche Biketour, die mich allerdings manchmal auch an meine Grenzen erinnerte! Bisher war Afrika für mich ein fremder Kontinent – nach dieser Tour kann ich mich selbst „Afrika-Expertin“ nennen.

Unsere Gruppe (8 Männer und 4 starke Frauen) lernte sich am Fluhafen Livingston kennen – die Anreise organisierte ich mit South African Airlines. Hier trafen wir auch unsere beiden Guides und den Fahrer, die uns in den nächsten 21 Tagen sicher durch Zambia, Botswana und Namibia nach Südafrika bringen sollten. Unsere Unterkunft während der Tour: Zwei-Mann-Zelte, die von uns jeden Tag auf- und am nächsten Morgen wieder abgebaut werden mussten. Irgendwie gehörte diese Tätigkeit ebenso wie die Hilfe beim Kochen und beim Abwasch zum Alltag und förderte die „Gruppen-Harmonie“ – immerhin waren sechs verschiedene Nationen vertreten.

Die Tour über insgesamt 3000 km führte von Livingston durch vier afrikanische Länder mit dem Ziel Kapstadt und noch weiter zum Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt Afrikas – 1150 km sollten wir mit dem Bike zurücklegen, die restliche Distanz verteilte sich auf mehrere Transfertage mit unserem Kleinbus. Dieser transportierte nicht nur die Bikes, sondern alle Zelte, Verpflegung und unser Gepäck – eine logistische Meisterleistung.

Wir radelten über befestigte, aber hügelige Teerstraßen, Sand- und Waschbrettpisten, durch Buschland, Savanne und Wüste – immer unser Ziel Kapstadt vor Augen! Gestartet wurde an den Victoria-Fällen Richtung Botswana. Vier Tage lang ging es vorbei am Chobe River, Makgadigdaki-Salzpfanne nach Maun zum Moremi Nationalpark. Mit einem Jeep durchquerten wir den Park, vorbei an Löwen, Elefanten, Giraffen, Flusspferden, Büffeln und Zebras und übernachteten, begleitet von zwei Rangern, in der „Wildnis“.

Die Nächte waren oft voller tierischer Geräusche und Laute, alles unter einem Sternenhimmel, den wir so noch nie gesehen hatten. An den Grenzen zum nächsten Land angekommen, holte uns die Vergangenheit wieder ein – zwei Stunden warten, Pässe vorzeigen, Dokumente ausfüllen und Devisen umwechseln. Hier dachten wir an unser glückliches Europa mit freier Fahrt und gleicher Währung. Weiter ging die Reise durch Botswana zu den Buschmännern, den „San“. Von ihnen lernten wir viel über traditionelle Jagd und Naturmedizin. Dann kam der anstrengendste Teil dieser Tour: Mit dem Bike durch die Wüste Namib. Bergauf, bergab auf extremer Schotterpiste, dazwischen tiefer Sand, der es oft fast unmöglich machte durchzuradeln, hier gab es einige unfreiwillige Stopps – nicht zuletzt bedingt durch die Dornen der Akazienbäume, die sich in die Reifen bohrten – hier war Übung im Reifenwechsel gefragt. Auch die extreme Hitze setzte uns zu, bis dahin konnte ich mir nicht vorstellen, sieben Liter Wasser zu trinken. Jetzt sehe ich das anders! Trotz aller Hindernisse haben wir es geschafft: am 17. Tag unserer Reise überquerten wir die Grenze zu Südafrika. Nun führte der Weg vorbei an Feldern und Weinbergen Richtung Kapstadt mit seinem bekannten Wahrzeichen – dem Tafelberg. Die letzte Bike-Etappe führte zum Kap der Guten Hoffnung, 89 km entfernt von Kapstadt.

Rückblickend war dies eine ganz neue Erfahrung, die ich nicht missen möchte, mit beeindruckenden Landschaften und einer wunderschönen Tierwelt. Wir erlebten eine Bevölkerung, die trotz großer Armut immer ein Lächeln für uns hatte, und Kinder, die am Straßenrand bei unseren Pausen mit großen Augen unsere Räder bestaunten. Unvorstellbar für uns aber auch, dass Kinder mit Plastikbehältern weite Strecken laufen müssen, um sauberes Trinkwasser für ihre Familien zu holen. Als Teilnehmer dieser Tour bin ich dankbarer und zufriedener geworden – manche Dinge lernt man eben auch durch REISEN!

Diese Abenteuer-Biketour habe ich in Zusammenarbeit mit Hauser Exkursionen organisiert. Zur Nachahmung unbedingt empfohlen – allerdings ist eine absolut gute Kondition und viel Erfahrung im Biken ein MUSS. Ähnliche oder auch kürzere Reisen nach Afrika werden in geführten Rundreisen oder mit einer Selbstfahrer-Mietwagenreise angeboten. Gerne stelle ich eine passende Reise – abgestimmt auf persönliche Wünsche – für Sie zusammen.

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Ihre Rita Jung

Telefon: +49 (0)89 3270906